SEO: Suchmaschinenoptimierung Teil III

Teil III der Reihe zur Suchmaschinenoptimierung

Im dritten und letzten Teil Reihe zur Suchmaschinenoptimierung wird der Rundumblick weitergeführt. Es werden konkrete Kennzahlen genannt, die beispielhaft dafür stehen, wie sie dazu beitragen, den Mehrwert von SEO erkennen zu können. Auch wird gibt es einen Abschnitt, der sich mit dem Suchalgorithmus beschäftigt. Dabei geht es auch darum, wie man sich auf Änderungen einstellen kann, ohne das jedes Mal bei einer Änderung des Algorithmus eine neue SEO-Runde gedreht werden muss. Abschließend geht es um das allgemeine Verständnis des Suchens – ein bisschen technisch, aber auch ein bisschen philosophisch.

Zum Inhalt:

  1. Worum geht es bei der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen?
  2. Suchmaschinen in Deutschland
  3. Vorbedingungen für SEO
  4. Begriffsklärung bei Neuimplementierung von Webseiten
  5. Ehrlich währt am längsten
  6. Kennzahlen
  7. Änderungen im Suchalgorithmus
  8. Das Verständnis des Suchens

 

6. Kennzahlen

Hilft SEO eigentlich wirklich? Wer diese Frage nicht beantworten kann, der sollte sich Gedanken machen, warum nicht. Die Vermutung müsste hier klar sein: natürlich hilft es. Aber nur wie? Damit diese Frage tatsächlich beantwortet werden kann, muss etwas gemessen, analysiert und interpretiert werden. Damit etwas analysiert und interpretiert werden kann, müssen ist ersten Schritt also Daten gemessen werden. Genau diese Daten sollen systematisch und strukturiert mit Kennzahlen und Metriken ermittelt werden.

Was ist eigentlich eine Kennzahl?
Sie ist eine Maßzahl, die zur Messung von Veränderungen an einem Vorgang, einem Status oder einem Zustand dient. Kennzahlen dienen zur qualitativen und quantitativen Bestimmung von Veränderungen. Hierzu finden sich im Internet einige Definitionen, die in verschiedene Richtungen gehen und im Großen und Ganzen zur Erklärung beitragen.

Was ist nun der Unterschied zwischen Kennzahl und Metrik?
Die Kennzahl bestimmt was und die Metrik wie gemessen wird. Zum Beispiel kann ich untersuchen, wie viel Milch gemolken wird. Die Anzahl an Litern kann ich mit einer Kennzahl festhalten. Die Metrik dahinter könnte sein, dass ich geschätzt habe, wie viele Liter es sind. Besser wäre natürlich eine andere Messmethode,… Auf SEO bezogen heißt das, dass man sinnvolle Messgrößen benötigt, die auch noch sinnvoll bestimmt werden sollten.

Im Folgenden soll ein Beispiel die Anwendung einer SEO-Maßnahme demonstrieren.

Am Beispiel: Konzertbesuch
Der Veranstalter eines Konzertes möchte wissen, ob die Veränderung der Platzierung seines Kauf-Buttons positiven Einfluss auf den Online-Kartenverkauf hat.

Kennzahl:
Anzahl der Klicks auf den Kauf-Button.

Maßnahme:
Die Platzierung des Kauf-Buttons wird von der unteren Hälfte der Marginalspalte in den Header geändert (Verschiebung des Buttons ca. 600 px Luftlinie).

Messung:
Es wurde anhand eines Webtracking-Tools die Klickrate (Anzahl von Klicks) von einem Tag gemessen.

Ergebnis:
Bei dem Konzert, bei dem die Platzierung des Kauf-Buttons verändert wurde, sind weniger Gäste in den Konzertsaal gekommen, als am Vortag.

Interpretationsmöglichkeiten:

  1. Da der Streik im Nahverkehr rechtzeitig angekündigt wurde, haben sich viele dazu entschlossen, dieses Konzert nicht zu besuchen.
  2. Die Änderung der Platzierung des Kauf-Buttons hat dazu geführt, dass Teile der Stammkunden ihn nicht gefunden haben und dachten, es sei ausverkauft und daher das Konzert nicht besucht haben.
  3. Das Programm des Konzertes hat die potenziellen Besucher nicht angesprochen.
  4. Die Platzierung des Kauf-Buttons im Header ist so ungewohnt, dass er nicht gefunden haben (ob Stamm- oder Neukunde).

Es wird deutlich, dass es unabhängig vom SEO-Maßnahmen immer auch äußere Einflüsse gibt, die bei der Analyse und Auswertung der gemessenen Daten beachtet werden müssen. Eine Kennzahl allein löst keine Probleme. Sie muss in einem Umfeld von mehreren Maßnahmen, regelmäßigen Messungen und strukturierten statistischen Analysen angewendet werden.

 

Was könnten Kennzahlen für diesen Blog sein?

  • Besuchszeit pro Seite von reellen Besuchern (keine Bots oder Crawler)
  • wiederkehrende Besucher erfassen
  • Absprungrate (Besucher, die nach dem Besuch einer Seite den Blog wieder verlassen)
  • Herkunft der Besucher
  • Unterschiede zwischen mobilen und nicht-mobilen Besuchern
  • uvm.

Auch jede diese Kennzahlen oder Fragestellungen bietet eine Reihe von Interpretationsspielraum.

 

7. Änderungen im Suchalgorithmus

Was passiert wenn man Optimierungsmaßnahmen auf eine Seite angewendet hat? – der Suchalgorithmus verändert sich. Zugegebenermaßen trifft das nicht auf alle Optimierungen und alle Suchmaschinen zu, aber das Szenario ist real. Je nach Größe der Suchmaschine gibt es regelmäßig Änderungen am Algorithmus der Suchmaschine. Man kann davon ausgehen, dass es im Schnitt bei Google mehr als eine Änderung pro Tag ist. Es gibt dabei eine Häufung von Änderungen, die dann auch Namen tragen. Bekannte Änderungen (Panda, Penguin, Hummingbird, …) der letzten Zeit haben einige Webseitenbetreiber in Schwierigkeiten gebracht. Die Entwicklung der letzten Updates macht deutlich, welche Macht eine Suchmaschine auf die Entwicklung des Internets hat. Wer seine Seite nicht anpasst, verliert Besucher – so einfach ist die Rechnung. Und auch in Zukunft wird es Änderungen am Algorithmus geben.

Änderungen am Algorithmus sollte man keinesfalls verschlafen. Es ist ratsam, den Suchmaschinenmarkt und die Suchmaschinenentwicklung im Blick zu behalten, um nötigenfalls reagieren zu können. Manchmal gibt es für Google-Suchmaschinen-Updates auch Test-Tools, die für die eigene Seite den Handlungsbedarf aufdecken.

 

8. Das Verständnis des Suchens

Das Suchen ist kennzeichnet durch den Benutzer. Der Benutzer hat ein bestimmtes Verhalten, mit dem er sich durch das Internet bewegt. An vielen Stellen können Suchmaschinen Daten zu diesem Verhalten erhalten und auswerten. Mit diesem Verhaltensprofil lässt sich für die Suchmaschinen ermitteln, ob der Benutzer das bekommen hat, was er gesucht hat. D.h. Suchmaschinen können erkennen, ob eine Seite geliefert hat, was die Suchmaschine dem Benutzer versprochen hat. Ist der Besucher glücklich geworden (das kann die Suchmaschine bisher nicht ganz zuverlässig erkennen), wird die Seite ihr Ranking beibehalten und vielleicht sogar verbessern können. Ist der Besucher schnell wieder von der Seite weg und zurück zur Suchmaschine gekommen, wird das sicher nicht positiv für die Webseite gewertet. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass der Benutzer in den letzten Jahren der Suchmaschinenentwicklung immer weiter in den Fokus gerückt wurde und sich diese Entwicklung sicher auch weiter fortsetzt. Die Frage nach den Messmethoden für die Glücklichkeit des Besuchers werden die Suchmaschinenbetreiber aktuell sicher schon angegangen sein.

 

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