IntelliJ IDEA

Warum der Wechsel zu IntelliJ?

Die meisten haben wohl Eclipse als erste IDE genutzt, zumindest ging es mir so. Während des Studiums wurde Eclipse empfohlen, und viele die ich kenne, sind dabei geblieben – ich nicht. Und das hat mir das Leben an manchen Stellen schwer gemacht.

Als ich meinem ersten Job angenommen hatte, musste ich von Eclipse zu Netbeans wechseln und ich habe Netbeans lieben gelernt. Für maven-basierte Projekte ist die IDE einfach nur Klasse. Öffne einen Ordner der eine pom.xml enthält und alles weitere passiert automatisch. Wenn ich da an Eclipse denke, die Auswahl an möglichen Projektimporten erschlägt einen förmlich. Oder das Pluginmanagement – in Eclipse furchtbar. Jedes Plugin kann dort unter Umständen deine IDE zerschießen.

Dies führte dazu, dass ich zwischen den IDEs wechselte, je nachdem was für das Projekt am besten geeignet erschien. Dieser Umstand ist auf Dauer wenig befriedigend. Letztes Wochenende war der Schmerz dann so groß, dass ich mir IntelliJ kaufte – und hier nun meine Erfahrung der ersten 5 Tage als IntelliJ-Nutzer.

Wie war der Wechsel?

Die Installation ging flott von der Hand. Man wird am Anfang gefragt, welche Plugins standardmäßig installiert werden sollen, welchen Projektsupport man benötigt und welches Theme man nutzen möchte – Darcula natürlich. Danach noch schnell sein Projekt öffnen und die IDE zeigt sich in ihrer vollen Pracht. Sah erstmal ganz schick aus.

Das erste Projekt

Ich wurde aber gleich mit einer Fehlermeldung begrüßt: „Kann git.exe nicht finden.“ Tja, das Projekt das ich öffnete, wurde mit Git verwalten und IntelliJ hat das gemerkt. Erfreulicherweise hatte es auch sofort eine Lösung parat „Klicke hier um das Problem zu lösen.“ – wunderbar. Solche Hinweise bekommt man immer, wenn etwas nicht richtig konfiguriert ist bzw. wenn ein Plugin existiert, welches für das eine oder andere Problem eine Unterstützung bieten. Die IDE ist ziemlich clever.

GitNotAvailable

Git-Bash

Als nächstes wollte ich gerne die Git-Bash direkt aus IntelliJ nutzen. Ich baue gerne mal über die Konsole oder checke Projekte direkt über die Git-Bash aus. Auch das ist ohne Probleme möglich. Einfach über File – Settings… – Tools – Terminal den Pfad zur git.exe eintragen, in meinem Fall „C:\Users\lwo\Arbeit\Programme\Git\bin\sh.exe –login -i“, und Git ist per Konsole aus der IDE nutzbar. Klasse!

GitOpened

Suchen

Als Entwickler sucht man ziemlich viel: nach Klassen, nach Dateien, nach einer Konfiguration, nach einem String. Was bietet hier IntelliJ?
Zuerst die Suche nach einer Klasse. Ctrl + N und die Suche öffnet sich. Hier reicht es, ein paar Buchstaben einer Klasse einzutippen um diese zu finden. Und diese müssen nicht zusammenhängend sein! Beispielsweise reicht ein „an“ um die Klasse ActivationNotFoundException zu finden.

ClassSearch

Die Suche nach einer Datei funktioniert ebenfalls auf diese Weise. Zur Suche nach Dateiinhalten gibt es nichts weiter zu berichten, hier kennt man die Funktionalität auch aus Netbeans oder Eclipse.

Ein hübsches Feature ist Quick-Search. Fange in einem Fenster an zu tippen (außer das Editorfenster natürlich) und IntelliJ beginnt in diesem Fenster zu suchen und markiert die Treffer. Wirklich hilfreich wenn man z.B. im Projektbaum suchen möchte.

Hervorzuheben ist außerdem die Unterstützung für das öffnen von Dateien, deren Pfad in einer Klasse steht, z.B. Spring-Konfigurationen. Wie oft habe ich schon nach Konfigurationsdateien gesucht. Bei IntelliJ reicht ein Ctrl + linke Maustaste auf den angegebenen Pfad direkt in der Java-Datei und schon ist die dazugehörige Konfiguration geöffnet. Wow – was für eine Arbeitserleichterung.

FoundFileFromClass

Weitere Plugins

Bisher bin ich vor allem von der Unterstützung für Spring begeistert. Die ist phänomenal und so kenne ich das nicht aus Eclipse oder Netbeans. Ein @Autowired über einem Feld welches keine Spring-Bean ist – IntelliJ warnt, ein Verweis auf eine Klasse in einer Spring-Konfigurationsdatei die nicht existiert – IntelliJ warnt. So stelle ich mir Unterstützung seitens der IDE vor.

Ich verwende noch weitere Plugins, die für mich eine echte Arbeitserleichterung darstellen, z.B. den Eclipse-Code-Formatter oder Save-Actions, die Datenbankunterstützung ist auch sehr gut – Tschüß SQLDeveloper.

Es gibt aber noch einen ganzen Sack voll weiterer Hilfen. Mal schauen was sich hier noch als nützlich erweißt.

Das Fazit

Bisher habe ich nur an der Oberfläche gekratzt, ich bin gespannt was die nächste Woche bringt. Im Moment ist meine Begeisterung stetig gewachsen.

Ich glaub ich bin verliebt. Mal sehen ob es auf Dauer ist.

Eine Antwort zu “IntelliJ IDEA”

  1. Mathias sagt:

    Ich habe IntelliJ vor kurzem auch ausprobiert und als alter vi-Fanatiker musste ich gleich grinsen, als ich den vim-Modus mit einem kurzen Klick aktiviert hatte. Wow, das ist doch mal ne gelungene Kombi! Darcula ftw!

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