Scrum: Ein paar grundlegende Worte

Scrum: Ein paar grundlegende Worte

Was sind eigentlich die Grundlagen von Scrum? Bekannterweise gibt es einige Meetings und Rollen, die charakteristisch für Scrum sind. In diesem Beitrag soll es aber genau darum nicht gehen. Vielmehr gibt es Grundlagen drumherum und Regeln, die zum Erfolg von Scrum beitragen.

Scrum ist als Management-Werkzeug zu verstehen und bezieht sich im Allgemeinen nicht nur auf die Software-Entwicklung. Es sind einfache Regeln, die klar befolgt werden können. Diese Regeln betreffen Scrum an sich, aber auch dazugehörige Meetings. Bei den Meetings gibt es allgemeine und spezielle Regeln. Da spezielle Meetings nicht Gegenstand dieses Beitrags sind, geht es mit dem Regelwerk für allgemeine Meetings los.

Meetings

Für alle Meetings gilt, dass sie pünktlich begonnen und beendet werden. Damit ist jedes Meeting zeitlich klar begrenzt. Begrenzt ist allerdings nicht die Teilnehmerzahl. Wer möchte kann in der Regel teilnehmen. Es gibt aber spezielle Situationen, in denen die Teilnahme von bestimmten Rollen störend auf das Meeting einwirkt.

Zu jedem Meeting sollte jeder Teilnehmer vorbereitet sein. Das gilt insbesondere für den Organisator, der rechtzeitig mit Agenda, Zweck und Zielen einlädt. Natürlich sind auch die Räumlichkeiten durch den Organisator vorzubereiten. Dazu gehören z.B. Beamer, Flipchart, Moderationskoffer u.a.m. Der Organisator muss nicht der Moderator sein. Falls es sich nicht um eine Person handelt, sind die Agenda, Zweck und Ziele im Vorhinein abzustimmen.

Der Moderator muss während des Meetings dafür sorgen, dass alle Teilnehmer fokussiert und konzentriert dabei sind. Gegebenenfalls helfen bei längeren Meetings auch Achtsamkeitsübungen. Der Moderator stellt zu Beginn die Agenda und die Ziele vor. Er trägt dazu bei, dass komplexe Zusammenhänge gut und verständlich dargestellt werden und hält immer auch die Zeit und die Ziele im Auge.

Am Ende eines Meetings steht immer eine kurze Zusammenfassung. Diese sollte das aktuelle Stimmungsbild, eine kurze Retrospektive des Meetings und zu erledigende Aufgaben enthalten. Alle Ergebnisse aus dem Meeting sind allen Beteiligten im Anschluss zukommen zu lassen. Darum sollte sich wiederum der Organisator kümmern.

Scrum-Erfahrung

Bei Scrum gibt es immer ein Erstes-Mal! D.h. es gibt auch unerfahrene Scrummer. Was bedeutet das für den Einsatz vom Scrum? Die Diskussion um die Einführung von Scrum soll hier nicht weiter angefacht werden. Klar ist aber, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten gibt Scrum einzuführen. Hau Ruck oder Schritt für Schritt. Beides hat sein Für und Wider.

Für einen Scrum-Unerfahrenen sollte Scrum möglichst nah an der Theorie entlang gelebt werden. Ein Neuling braucht Halt und muss wissen, woran er sich orientieren kann. Es ist nichts Schlimmes, sich die Meeting-Regeln mit zum Meeting zu nehmen oder in anderer Weise ein Scrum-Nachschlagewerkt zu nutzen. Je erfahrener man bei Scrum ist, desto freier wird Scrum. Man kann eigene Meeting-Regeln, die Anzahl an Backlog-Items oder die Dauer der Meetings definieren. Diese sogenannten Ausnahmen sollten gut überlegt, sowie dokumentiert und dem Scrum-Team jederzeit zugänglich sein. Der Vorteil der Dokumentation liegt darin, dass sich jeder leicht und gut orientieren kann. In der Dokumentation sollte die Begründung für die Ausnahme aufgeführt sein, sodass sich auch das Verständnis im Team durchsetzen kann und sich jeder mitgenommen fühlt.

 

Folgendes Bild steht symbolisch für Scrum. Es verdeutlicht, dass Scrum in einer Schleife durchlaufen wird. Es sind immer wiederkehrende Meetings und Planungen, etc. Alles wird Schritt für Schritt abgearbeitet.

Scrum Symbol

Symbol für Scrum: zwei Kreise die iterativ aufeinander zeigen

 

Die Scrum-Erfahrung ist ein Indiz zur allgemeinen Gestaltung von Scrum. Sind die Meetings gut organisiert hilft es Einsteigern sich zurechtzufinden und erhöht die Produktivität für alle.

In Zukunft gibt es weitere Artikel zum Thema Scrum. Wenn jetzt aber noch Fragen offen geblieben sind oder es Anregungen gibt, … einfach schreiben!

 

Quelle: Scrum Checklist | Boris Gloger | Version 1/2014

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