Scrum: die Rollen

Scrum: die Rollen

Welche Rollen gibt es im Scrum? Sind es die bekannten Rollen Scrum Master, Product Owner und das Dev-Team? Oder gibt es noch Weitere?

Im Allgemeinen spricht man von den o.g. Rollen. Diese Rollen vereinen sich zum Scrum-Team. Das Scrum-Team teilt die Vision, die durch die Software mitverwirklicht wird. Nun werden die einzelnen Rollen etwas näher beschrieben.

 

Scrum Master

Der Scrum Master sorgt für das reibungslose Arbeiten im Team. Immer wenn es Hindernisse bei der Entwicklung gibt, versucht er sie schnellstmöglich aufzulösen. Beim Lösen von Problemen arbeitet er mit dem Manager zusammen. Er stellt sicher, dass alle Scrum verstanden haben, umsetzen und leben. Er identifiziert Probleme, Verbesserungspotential und lebt die Ideale von Scrum.

Product Owner

Ein Projektleiter ist der Product Owner nicht. Dennoch gibt es Übereinstimmungen im Aufgabengebiet von Projektleiter und Product Owner. Der Product Owner ist verantwortlich für den Wert des Projekts und er ist die treibende Kraft aus Sicht des Unternehmens. Der Product Owner muss dem Team alle notwendigen Informationen für die Arbeit liefern, dabei erstellt und priorisiert er die einzelnen Backlog Items bzw. die User Stories. Damit er das kann braucht er fachliches Wissen und technisches Verständnis.

Dev-Team

Das Dev-Team ist nicht gleich das Scrum Team. Das Scrum Team wird weiter unten aufgeführt und zum Dev-Team gehören idealerweise sieben, sonst aber zwischen fünf und neun Software-Entwickler. Es ist verantwortlich für die Lieferung des Produkts und dessen Qualität. Dabei hat das Team die Aufgabe Anforderungen zu analysieren und daraus Funktionalität zu erzeugen. Sie stimmen im Scrum-Flow den Umfang der Lieferungen ab und arbeiten dabei stetig mit dem Product Owner zusammen.
Über die Zusammensetzung des Dev-Teams gibt es verschiedene Meinungen. Gibt es eine stärkere Trennung von Front- und Backend-Entwicklern oder sollten die Skills gut vermischt sein? Diese Frage bleibt bei Scrum offen und wird nicht beantwortet. Entscheidender ist, dass das Team zusammen gut funktionieren muss und dabei kommt es eben nicht primär auf diese Frage an.
Wenn es Hindernisse für einen Entwickler oder für das Team gibt, dann teilen sie diese dem Scrum Master mit.

Customer

Der Customer ist wie ein Auftraggeber zu verstehen. Er arbeitet im Sinne der Produktentwicklung und hat die beauftragende Organisation zu vertreten. Seine Arbeit am Projekt ist eng mit dem Product Owner verbunden und der Customer muss sich immer im Klaren sein, welche Wünsche es für die Software gibt. Die Verantwortung des Budgets liegt beim Customer.

Manager

Der Manager ist derjenige der Scrum in seiner Organisation haben möchte und es auch dementsprechend unterstützt. Er arbeitet mit Scrum Master zusammen um dem Scrum Team ein reibungsloses Arbeiten zu ermöglichen. In der Organisation gibt es in Bezug auf Scrum stetig potential zur Verbesserung und genau dieses Potential muss erschlossen werden.

End-User

Der End-User ist der Nutzer der Software. Das kann bei Webseiten ein unbestimmter Kreis an Menschen oder bei Unternehmenssoftware eine klar abgegrenzte Menge an Mitarbeitern sein. Sie sollten an dem Software-Projekt teilnehmen und Feedback geben können. Oftmals geschieht das durch Rückfragen seitens der Entwickler oder durch den Product Owner.

Scrum Team

Das Scrum Team besteht aus dem Dev-Team, Product Owner und dem Scrum Master. Die meisten Meetings werden in diesem Personenkreis abgehalten. Sie sind sozusagen das Kernteam bei Scrum und müssen den Scrum-Flow am stärksten leben.

Wer gehört zum Unternehmen?

Im Prinzip gibt es zwei unterschiedliche Konstellationen bei Scrum. Einerseits gibt es organisationsinterne Projekte bei denen Scrum eingesetzt wird und andererseits Organisationsübergreifende. Bei einem übergreifenden Projekt sind meist der Scrum Master, Product Owner, Manager und das Dev-Team aus der gleichen Organisation. Als Auftraggeber kommt mindestens der Customer aus einer anderen Organisation, meist aber auch die End-User.

 

Quelle: Scrum Checklist | Boris Gloger | Version 1/2014

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