Meine erste IT-Roadmap – Mit Legosteinen SCRUM verstehen

Am 05.09. um 13:00 Uhr war es soweit, im Basislager Coworking in Leipzig fand die erste IT-Roadmap der Softwareforen zum Thema SCRUM und Kanban statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Kanzlei KTR als Sponsor. Durch den Agile Coach Dr. André Köhler wurden den 11 Teilnehmern, vornehmlich aus der Gründerszene  Leipzigs, sehr anschaulich die Grundlagen zum Thema agile Entwicklung nähergebracht.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde folgte ein zweistündiger praxisnaher Theorieteil. Zunächst haben wir erfahren, welche Methoden vor der agilen Entwicklung Anwendung gefunden haben (wie dem Wasserfallmodell) und warum diese nicht für größere Projekte geeignet sind. Anschließend hat der Agile Coach erklärt, wie agile Entwicklung im Allgemeinen funktioniert, welchen Mehrwert sie gegenüber den etablierten Methoden besitzt und wie SCRUM als prominenter Vertreter dieser Methoden angewendet wird.

Um die Theorie zu verarbeiten, gab es danach eine kurze Pause mit Getränken und Bagels in der warmen Spätsommersonne. Mit einer Mate in der Hand und der Sonne im Rücken konnten wir Leute aus verschiedensten Unternehmen kennenlernen. Dabei stellte ich schnell fest, dass es in Leipzig die verschiedensten Geschäftszweige gibt und dass agile Ansätze auch fernab der Softwareentwicklung eine Rolle spielen können.

Nach der Pause folgte die praktische Anwendung der erworbenen Kenntnisse. Die Teilnehmer wurden in zwei Teams, die „Löwen“ und die „Krokodile“, eingeteilt. Beide Teams sollten jeweils eine Stadt aus Legosteinen bauen. Dazu wurden iterativ drei Sprints mit einem Planning, einer Bauphase, einem Review und einer Retrospektive durchgeführt. Zunächst formulierte  jedes Team ca. 30 User Stories mit Anforderungen an die eigene Stadt. Von diesen Stories wählte André als Product Owner in jedem Planning einige zur Umsetzung im Sprint aus. Dann folgte eine fünfminütige Bauphase, in der die Teams die Anforderungen umsetzen sollten. Im anschließenden Review wurde festgestellt, welche User Stories im Sprint beendet werden konnten und ob der Kunde neue Wünsche bezüglich der User Stories hat. Zuletzt folgte die Retrospektive, in der wir uns austauschten, was im Team gut gelaufen ist, was nicht und wie negative Dinge im nächsten Sprint vermieden werden können. Während der Durchführung der Sprints machte uns der Coach immer wieder auf Fehler und Fehlerquellen aufmerksam und gab Tipps, wie diese vermieden werden können. Am Ende konnten wir zwei statisch nicht ganz einwandfreie, aber durchaus kreative Städte vorweisen.

Im Anschluss wurde noch der Kanban-Ansatz erklärt, welcher auf Grund seiner Einfachheit sehr schnell und gut abgehandelt werden konnte. Danach ging der Nachmittag mit einem kurzen Feedback um 18:00 Uhr zu Ende.

Rückblickend war der Workshop ein sehr lehrreicher Nachmittag mit einigen Leuten aus der Leipziger Gründerszene, aber auch mit Vertretern von gefestigten Unternehmen. Unser Coach erklärte die Grundprinzipien von SCRUM und Kanban sehr anschaulich und ging auf die vielen individuellen Fragen und Probleme der Teilnehmer ein, sodass am Ende keine Frage offen blieb und jeder Teilnehmer mit einem Wissenszuwachs nach Hause gehen konnte. Als Informatik-Student der HTWK Leipzig kannte ich die theoretischen Konzepte agiler Entwicklung schon. Trotzdem war der Workshop sehr interessant und ich konnte weitere Aspekte der praktischen Anwendung kennenlernen.

Außerdem: Es gab Getränke, Bagels und wir durften mit Lego spielen. Was will man mehr?

Eine Antwort zu “Meine erste IT-Roadmap – Mit Legosteinen SCRUM verstehen”

  1. Vereinsbuchhaltung Freund sagt:

    Klingt auf jeden Fall plausibel. Ich denke es kann durchaus hilfreich sein, wenn man solche Vorgänge vereinfacht, egal ob es nun die Entwicklung von Bürosoftware ist oder jede andere Planung. So kann man leichter verstehen und vielleicht auch Lücken sehen.

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